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Anlässlich
der unfassbaren Ereignisse vom 11. September 2001 in New York ist
dieses Symposium von einer Aktualität, die niemand je erwartet
hätte. Umso wichtiger ist es, gerade jetzt das Ziel unseres Tuns
genauer vor Augen zu haben als sonst. Alle Referenten werden
vermutlich ihr Programm ändern. Dieses Symposium soll ein
Ort sein, Fragen zu stellen, die uns nun so drängend bewegen.
Darf eine Frau mit Kopftuch als Lehrerin in einer österreichischen Schule arbeiten? Oder ist das Kopftuch ein Signal, dass sie einer intoleranten Religion angehört, die nicht europäischen Maßstäben entspricht? Ist der Islam eine Religion, die durch ihre heilige Schrift, den Koran, bereits eine bestimmte Staatsform - den "Gottesstaat" - festlegt? Islamische Fundamentalisten - Hisbollah, Taliban oder andere - berufen sich auf den Koran, wenn sie Attentate verüben oder Frauen unterdrücken. Vergleicht man die islamische Tradition, aber auch gegenwärtige Diskussionen in den islamischen Ländern, mit dem Bild, das in den westlichen Medien vom Islam gezeichnet wird, merkt man rasch, dass die islamische Kultur und Tradition um vieles reicher, toleranter und vielfältiger ist als vermutet. Wer an diese philosophischen und theologischen Traditionen der islamischen Vergangenheit anknüpft wie z.B. Nasr Abu Zayd, hat es nicht leicht. Der gebürtige Ägypter lebt heute im Exil in Holland. Die größte Herausforderung für westliche Beobachter ist die Forderung, sich in Sachen Islam zu informieren und zu differenzieren. Die Darstellung des Verhältnisses von Koran, Gott und Politik in den Medien entspricht der historischen und gegenwärtigen Wirklichkeit nur sehr begrenzt.
Prof. Dr. Nasr Abu Zayd, Leiden
How to read the Qu`ran? (mit deutscher Übersetzung)
Priv. Doz. Sabine Schmidtke, Berlin
Diskurse über Gerechtigkeit im Koran und in der islamischen Theologie
Prof. Dr. Smail Balic, Wien - Amman
Die Situation des Islam am Balkan
Dr. Stephan Rosiny, Berlin
Hisbollah - ein islamischer Weg in die Moderne?
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