KULTURZENTRUM bei den MINORITEN   

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Mo. 24.9.

19.30 Uhr

ATS 90,-/50,-

Pro und Contra Sterbehilfe

Mag. Dr. Heide Schmidt
contra Univ.Prof. Dr. Günter Virt

Moderation: Dr. Peter Huemer (ORF Wien)

 

 


Das niederländische Modell der aktiven Sterbehilfe hat in anderen europäischen Staaten wie auch in Österreich zu erregten Debatten geführt. Auf der einen Seite wird die Autonomie des Menschen beschworen, über Leben und Tod selbst entscheiden zu können. Oder den unheilbaren Krankheiten, so er dies auf Grund seines Zustandes nicht mehr vermag, nutzloses Leiden zu ersparen. In diesem Fall aber haben Ärzte und Angehörige Entscheidungen zu treffen. Hier bieten sich gravierende Gegenargumente: das verbindliche Gebot "du sollst nicht töten" wird außer Kraft gesetzt, in weiterer Folge könnten Kostenerwägungen mit ins Spiel gebracht werden, die Auswirkungen wären unabsehbar. Es müssten also alle Anstrengungen unternommen werden, um unheilbar Leidenden mit Hilfe von erweiterten und verbesserten Hospiz-Diensten beizustehen. 

In die vorgesehene Kontroverse soll auch das Publikum mit Meinungen und Fallbeispielen eingreifen.


Mag. Dr. Heide Schmidt
Geboren am 27.11.1948 in Kempten im Allgäu/Bayern, 
1971 Doktorin der Rechte; 
1976 Magistra der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
1972-1977 Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Legistik)
1977-1988 Volksanwaltschaft 
1987-1990 Mitglied des Bundesrates (1989-1990 Klubobfrau)
1988-1990 Generalsekretärin der FPÖ
1990 bis 1994 Dritte Präsidentin des Nationalrates
1990 bis 1999 Abgeordnete zum Nationalrat
1990-1993 Bundesparteiobmannstellvertreterin
1992 u. 1998 Bundespräsidentschaftskandidatin
Februar 1993 Austritt aus der FPÖ und Gründung des Liberalen Forums
1993-2000 Bundessprecherin des Liberalen Forums
1994 bis 1999 Klubobfrau, Justiz- und Kultursprecherin des Liberalen Forums
seit 1994 Vizepräsidentin der LI (Liberale Internationale)
1995-1999 Vizepräsidentin der ELDR (European Liberal Democratic Reform Party)
Seit Mai 2000 Vorstandsvorsitzende des Instituts für eine offene Gesellschaft

Dr. theol. Günter Virt, 
o. Prof. für Moraltheologie, Institut für Moraltheologie an der Kath.-theol. Fakultät der Universität Wien.
Geboren 1940 in Wien. Priesterweihe 1965. 
Dr. theol. 1970 in Wien. Mehrjährige Tätigkeit in der Seelsorge und Assistent am Institut 
für Moraltheologie in Wien. 
Habilitation 1981 in Tübingen. 
Professor für Moraltheologie in Paderborn (1981-1983), Salzburg (1983-1986) und 
seit 1986 in Wien. 
Ab 1993 auch Leiter des Senatsinstitutes Ethik in der Medizin.
Autor und Herausgeber mehrerer Publikationen zu Fragen der Moraltheologie und 
christlichen Ethik, Mitarbeit im Lenkungsausschuss zur Bioethik (CDBI) im Europarat.
Veröffentlichungen (Auswahl): 
"Sterben und sterben lassen" (zus. mit Becker, Zulehner) 1999.
"Historische Verantwortung vor der Gegenwart" (Hg.) 1993.
Leben bis zum Ende. Zur Ethik des Sterbens und des Todes, Innsbruck 1998.

Dr. Peter Huemer
Journalist und Historiker, 1941 in Linz geboren; 
Studium der Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte, Dr. phil. an der Universität Wien,
1969-1974: Mitarbeiter in der Dokumentationsabteilung des ORF, 
1974-1976: Leiter des TV-Magazins "teleobjektiv", 
1976-1987: Leiter der Talkshow "Club 2".
Seit 1987: Leiter der Reihe "Gespräche und Diskussionen" im ORF-Hörfunk.
Seit 1992: Moderator bei "Berliner Begegnungen".