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ZeitRaum Labyrinth 
Ein Symposion

 
Anmeldung dringend erforderlich!
Mittagessen im Kulturzentrum möglich 
(Menü/Standard oder Menü/fleischlos) - 
bitte anmelden! 0316/711133

 


in Zusammenarbeit mit dem
Bildungshaus Mariatrost

Im Zentrum des Labyrinths steht ein Kreuz, um das sich immer mehr Kreise schlingen, die schließlich einen verschlungenen Weg bilden. In einem Labyrinth gibt es weder Sackgassen noch Irrwege, und trotzdem kann man das Gefühl haben, den Weg verloren zu haben. Denn ein Labyrinth unterläuft die Idee von Fortbewegung, die der Neuzeit zugrundeliegt. Die Wegstrecke eines Labyrinths stellt nicht die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten dar. Wer jemals durch ein Labyrinth gegangen ist, mag deswegen vielleicht manchmal sogar die Geduld verloren haben. Denn ein Labyrinth braucht Zeit. Die rhythmische Bewegung um ein Zentrum herum stellt den Weg und das Gehen als eigene Qualität in den Vordergrund. Zwar mag die Bewegung im Moment ziellos scheinen, doch in einem Labyrinth kommt man sicher ans Ziel. Wichtig ist der Prozess, die Entwicklung, die Erfahrung des Wegen; mit anderen Worten, der Prozesscharakter. Jeder Schritt ist relativ auf die Mitte bezogen, aber eben trotzdem relativ.

Diese Relativierung von Zielstrebigkeit und gleichzeitiger Orientierung an der Mitte hat eine große Anziehungskraft. In den letzten Jahren boomt "das Labyrinth", nachdem es Jahrhunderte lang vergessen und auch verdrängt war. Es scheint, als ob die Beliebigkeiten der Postmoderne den Blick freigibt auf vergessene Einsichten.

Labyrinthe treten heute an den verschiedensten Orten in Erscheinung: vor Kirchen, im Kontext von Sozialprojekten, in Schulen usw. Das Labyrinth organ-isiert Raum und Zeit anders, und damit entstehen auch andere Denk- und Lebensformen, an den Bewegungsräumen orientiert, die sich in der Natur finden. So gesehen hat die Renaissance des Labyrinths eine deutliche politische und soziale Seite, die aber meistens zugunsten esoterischer Anmutungen zu kurz kommt. 

Und dazu kommt noch etwas: der Weg durch das Labyrinth macht auch Spaß - und es ist ein hervorragender Tanzplatz. (Ursula Baatz)

Mit Rafaela Schmakowski, Projektleiterin für Labyrinthbau, Freiburg in Bayern.


Programm

10.00 Uhr: Rafaela Schmakowski (Projektleiterin für Labyrinthplätze im öffentlichen Raum, Freiburg i. Breisgau) "Schöpfungsschritte", Einführung in den Bau eines Labyrinths
anschließend: Bau und Begehung des Labyrinths

ca. 13.30 Uhr: Mittagspause, Mittagessen im Kulturzentrum möglich 
(bitte anmelden!)

15.00 Uhr: Vorträge
David Auerbach (Max-Planck-Institut für Strömungsforschung, Göttingen Physiologisches Institut der Universität Graz): "Labyrinth in Natur und Technik"
16.00 Uhr: Rafaela Schmakowski: "Das Labyrinth: Lebensmuster im zyklischen Raum"
17.00 Uhr: Ursula Baatz "Labyrinthisch denken"
18.00 Uhr: Podiumsdiskussion, Moderation: Mag. Hemma Spreitzhofer 

20.00 Uhr: Tanz durchs Labyrinth, Anleitung: Rafaela Schmakowski

Konzept: Dr. Ursula Baatz
Organisation: Mag. Elisabeth Wimmer
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