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Wohin geht Europa nach Nizza?
Sonja Puntscher-Rieckmann |
Seit
Maastricht reißt die Debatte über das Ziel und die künftige Form der Union nicht mehr
ab. Doch die darauffolgenden Regierungskonferenzen und Vertragsänderungen von Amsterdam
und Nizza fanden auf die Verfassungs- fragen der Union keine gültige Antwort. Sie sollen
nun Inhalt eines Diskussionsprozesses sein, der im Jahre 2004 mit einem neuen
Vertragsdoku-ment abgeschlossen wird. Zentrale Probleme sind eine effizientere Verteilung
der Kompetenzen zwischen den Entscheidungsebenen, die Rolle der Parla-mente zur Stärkung
der Legitimität der Union und die rechtliche Verankerung der Grundrechtscharta. Doch
schwebt über allem die Frage, welche Form die Union annehmen soll: Soll sie ein
Bundesstaat werden oder sollen die Mitglied-staaten weiterhin die Herren der Verträge
bleiben oder gibt es neue Ver- fassungsmodelle, die der Komplexität des neuen politischen
Gebildes besser gerecht werden? Inhalt des Vortrages ist eine Bewertung der aktuellen
Debatten und ihrer machtpolitischen Hintergründe und die Diskussion neuer Wege zu einer
europäischen republikanischen Ordnung, die klassischen Prinzipien der Demokratie
gehorcht.
Univ.-Doz. Dr. Sonja Puntscher-Rieckmann
geb 1954 in Italien; Politik- und Literaturwissenschaftlerin; Universitätsdozentin für
Politikwissenschaft an den Universitäten Wien und Innsbruck; Lektorin an der
Verwaltungsakademie des Bundes; Stellvertretende Vorsitzende des Universitätsbeirates der
Universität Innsbruck; Mitglied des ORF-Kuratoriums und Leiterin der Forschungsstelle
für institutionellen Wandel und europäische Integration (IWE)
Arbeitsschwerpunkte: Politische Theorie, Europäische Integration und neue Formen der
Staatlichkeit in Europa |
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Christentum und Islam -
Dialog und Konfrontation |
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Univ.-Prof. Dr. Udo STEINBACH
(Orientinstitut Hamburg)
anschließend Podiumsdiskussion mit:
- MR Dr. Mohammed Gowayed
- Univ.-Prof. Dr. Philipp Harnoncourt
- Prof. Dr. Heinz Nußbaumer
- Moderation: Dr. Ursula Baatz
Mitveranstalter:
Österreichische Orientgesellschaft HP
Afro-Asiatisches-Institut |
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