KULTURZENTRUM bei den MINORITEN   

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Klaus Schuster
1964 geboren in Voitsberg
1978 -83 HTL für Kunst und Design
1985 -90 Hochschule für angewandte Kunst Wien
(O. Oberhuber, E. Caramelle)

Ausstellungen und Preise (Auswahl)
1986 -89 -95 Förderungsp. des Landes Steiermark 1987 Trigon 87 (Ubergänge), Neue Galerie, Graz (Kat.)
1988 Projekt "Glück auf", Schuhfabrik Koflach (Kat.)
steirischer herbst und Kulturreferat München
"Besucher" Künstlerwerkstatt Lothringerstrasse (Kat.)
1989 Galerie Grita Insam Wien,
"Akte der Beschreibung" (Kat.) 1993 "Humanicpreis"
(Förderungspreis für Fotografie STMK)
1994 "G.R.A.M."-Preis (Förderungspreis für
Fotografie STMK) "Preis des Bundesministeriums" Förderungspreis für bildende Kunst STMK)
Förderungspreis der Stadt Graz für Fotografie
"Styrian Window" Neue Galerie Graz (Kat.)
1995 Londonstipendium
1996 Fotogalerie Wien (Katalog)
1997 Plakataktion der GRUPPE 77
"POSE TO POSE" in der Reihe Retina
steirischer herbst im Harrach
Steirischer Foto und Medien Kunstpreis 1997
1999 "interface" ORF Landesstudio STMK
2000 "Auge: Experiment" Kärntner Landesgalerie,
Klagenfurt (Kat.) "sentimental journey"
ESC Labor, Graz zusammen mit w.w. anger (Kat.)

Kaus Schuster
Barock-Virtuell.

 

















In "And I Was Looking for You" (1997) erscheint die "Libelle" der Wasserwaage schließlich der Pupille eines sich ständig hin und her bewegenden Auges überblendet. Die Luftblase wandert entsprechend der Augenbewegung ebenfalls hin und her.

Klaus Schuster inszeniert offensichtlich (verschiedene) "Bildangebote", verschiedenartige Bild- und Medienformationen unterschiedlicher Quellen und deren Dramaturgien im Hinblick auf deren Wahrnehmung. Es scheint jeweils um die modellartige Konfrontation von Blicken zu gehen: der Blick der BetrachterInnen, wie dieser quasi vom Blick der Medien betrachtet, gespiegelt, absorbiert, irregeleitet oder zurückgeworfen wird. "Das Virtuelle", schreibt Philippe Queau, "ist essentiell beweglich, metaphorisch, metamorphotisch. Das Virtuelle verknüpft das Bild und den Körper, die Geste und das Visuelle, die Bewegung und das Gedächtnis auf eine neue Weise."

Nehmen wir die Konnotationen der Wasserwaage in Richtung Vermessung von Oberflächen und Räumen auf, erscheinen die Videoarbeiten und Video- installationen von Klaus Schuster als "Vermessung" (mapping) medialer Oberflächen und Räume, als ein visuelles Bezugssystem für Bilder und Körper, für Gesten (der Dinge und der Körper) und Bewegungen. Letztendlich führt uns Klaus Schuster damit Bezeichnungspraxen vor Augen, die zu (gar nicht so) neuen Kulturtechniken mutiert sind: bei den Technologien des Bildes handelt es sich immer mehr um Technologien der Konstruktion und Beschreibung kultureller Formationen selbst. Über diese Zusammenhänge zu sinnieren geben die Arbeiten von Klaus Schuster breiten Raum
. reinhard braun

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