"Der
Prophet Muhammad, Segen auf ihm, soll gesagt haben, das Leben ist eine Krankheit, die mit
der Geburt beginnt und mit dem Tode endet. Im Quran steht, dass das Leben eine Prüfung
ist, eine Chance Gott anzubeten, Gutes zu tun und sein Stellvertreter auf Erden zu
sein."
(Scheich Bashir Ahmad Dultz)
Von Scheich Bashir, dem Sufi-Mystiker, der durch seinen spirituellen Rückhalt großes
Leid durch politische Verfolgung durchgestanden hat, ist zum Thema Leidbewältigung viel
Tiefes und Heilendes zu erwarten. Schech Bashir
Ahmad Dultz
geb. 1935 in Königsberg/Preussen; Evakuierung, Flucht (Ukraine, Polen, Mitteldeutschland,
Tschechien und Bayerischer Wald), ab 1947 in Hamburg, Muslim seit 1950.
1951/52Mitbegründer der Deutschen Muslim-Liga Hamburg. Danach
30 Jahre Nordafrika, jahrelanges Beduinen-Leben, 1957 Heirat mit
einer arabischen Beduinin und offizielle Aufnahme in deren koenigstreuen
Stamm. 8 Kinder, davon 3 angenommene Waisenkinder. 1955-1958
Islam-Studium an der ersten Universitaet jenes Landes. 1958
Ehrendoktor (Ph.D.h.c.) der International Academy Canada fuer
"Bemuehungen um die Verstaendigung zwischen Menschen
verschiedener Religionen und Rassen". 1979 Gefangennahme
(Stammes- und landespolitische und religoese Gruende
(Sufi-Opposition)), 1981 5faches Todesurteil als "Agent des
Internationalismus (Volksfeind und Gegner der Revolution)".
Anfaengliche zusaetzliche Anklagepunkte, wie zum Beispiel
"Bandenbildung und Schmuggel", mussten bereits waehrend
der Untersuchung - ganz offensichtlich als unhaltbar - fallen
gelassen werden. Verlust der "arabischen"
Staatsangeoerigkeit des Landes. Mai 1983 Rueckkehr nach
Deutschland im Rahmen des sogenannten Terroristenaustauschs. Seit
Ende 1983 auch mit der Deutschen Chadigah islamisch verbunden. Einige
Jahre Vorsitzender der Deutschen Muslim-Liga Hamburg. 1989
Vorsitzender der rechtlich verselbstaendigten "Deutsche
Muslim-Liga Bonn e.V." Als
Beauftragter eines Sufi-Ordens fuer den deutschsprachigen Raum
Schech der "Tariqah
As-Safinah". Seit
November 1993 Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft
e.V. Bis 1999 verantwortliche
Mitarbeit als muslimischer Team-Leiter in der jaehrlich in Bendorf
im Hedwig-Dransfeld-Haus tagenden, einoechigen Staendigen
Europaeischen Konferenz von Juden, Christen und Muslimen in Europa
(JCM). Seit 1985 muslimischer
Teamleiter der alle zwei Jahre stattfindenden, einoechigen
"Three Faiths Summer School" von Juden, Christen und
Muslimen (JCM) Ammerdown (Grossbritannien). Seit
1998 Honorary-Fellow am Leo-Baeck-College, London. Vorstands-
oder einfaches Mitglied in einer Reihe weiterer Organisationen und
Vereinigungen wie zum Beispiel Weltkonferenz
der Religionen fuer den Frieden (WCRP), in
einer Anzahl von deutsch-arabischen Freundschafts-Vereinigungen,
in einigen Sufi-Gruppen/Orden im In-
und Ausland und in einigen
auslaendischen Islamischen Zentren. Taetig
auch als Referent und Mitveranstalter von Seminaren.
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Der
nordindische Stil der klassischen indischen Musik (Hindustani) kennt mehrere musikalische
Gesangsstile wie Khyal, Dhrupad, Tumri usw. Die Sängerin Manju Sundaram aus Varanasi, der
heiligen Stadt am Ganges, ist spezialisiert auf Khyal, Tumri und auf die Rezitation von
Sanskrit-Hymnen.
Bei diesem Konzert wird sie Texte von indischen Mystikern und Dichtern des Mittelalters
singen, u. a. von Kabir (15. Jh.), Samkara (7./8. Jh.) und Utpaladeva (10. Jh.).
Dabei werden Musik und Texte einen Dialog eingehen mit dem Raum des großen Barocksaals im
Minoritenkloster.
Manju Sunderam ist Leiterin der Abteilung Vokalmusik am V.K.M. College in Varanasi. Sie
war in zahlreichen Hauptstädten Indiens sowie mehrmals im indischen Radio und Fernsehen
zu hören. 1990 sang sie in Sarnath in Anwesenheit des XIV. Dalai Lama. Sie wird begleitet
von Vinod Lele auf der Tabla, dem wichtigsten Perkussionsinstrument der klassischen
nordindischen Musik. Er ist Dozent für Tabla an der Musikfakultät der Banaras Hindu
University. Zur traditionellen Vokalbegleitung gehört die Sarangi, eines der ältesten
Streich- instrumente Nordindiens. Sie wird gespielt von Santosh Kumar Mishra, Dozent für
Sarangi an der gleichen Fakultät. Seine Familie zählt bereits die 13. Gene-ration von
Sarangi-Spielern. |